Sicherheit 2026
Glatteis unter dem Schnee: sicher arbeiten
Was unter der weißen Schneedecke oft verborgen bleibt — und wie Sie beim Räumen trotzdem sicher unterwegs sind.
Frisch gefallener Schnee sieht harmlos aus — und genau das macht die Situation manchmal tückisch. Denn unter einer lockeren Schneeschicht kann sich bereits eine dünne, glasklare Eisschicht gebildet haben, etwa wenn zuvor Tauwasser gefroren ist oder eine vorherige Räumaktion eine glatte Restfläche hinterlassen hat. Dieses sogenannte „schwarze Eis" ist von oben kaum zu erkennen und stellt für Räumende ein eigenes Risiko dar, das über die übliche Vorsicht bei Schnee hinausgeht.
Die unsichtbare Gefahr unter der Schneedecke
Glatteis unter Schnee entsteht häufig dann, wenn Temperaturen um den Gefrierpunkt schwanken: Tagsüber angetautes Wasser gefriert nachts erneut, und eine neue Schneeschicht legt sich anschließend darüber. Von außen ist die glatte Fläche darunter nicht zu sehen, wird aber spätestens beim ersten Räumdurchgang spürbar — oft genau in dem Moment, in dem man am wenigsten damit rechnet.
Besonders tückisch sind Übergangsbereiche wie Stufen, leicht geneigte Zufahrten oder schattige Ecken, die tagsüber kaum Sonne abbekommen und deshalb länger gefroren bleiben als der Rest der Fläche.
Eigene Trittsicherheit zuerst
Bevor Sie überhaupt mit dem Räumen beginnen, sollte Ihr eigener Stand sicher sein. Festes Schuhwerk mit grobem Profil ist die Grundvoraussetzung. An Stellen, die erfahrungsgemäß zu Glätte neigen, können zusätzliche Spikes oder Schneeketten für Schuhe, die sich einfach über das vorhandene Schuhwerk ziehen lassen, den Halt zusätzlich verbessern und das Ausrutschen deutlich erschweren.
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Preis auf Amazon prüfenRäumtechnik an möglichen Glatteisstellen anpassen
Gehen Sie an Bereichen, in denen Sie Glatteis vermuten — etwa an Stufen, Schattenzonen oder nahe Regenrinnen — grundsätzlich langsamer und mit kleineren Bewegungen vor als auf offensichtlich unproblematischem Schnee. Testen Sie den Untergrund vorsichtig, statt sich sofort mit vollem Gewicht darauf zu verlassen, und halten Sie sich wo möglich an einem Geländer oder einer festen Struktur fest. Auch beim Einsatz einer Schneefräse gilt: Reduzieren Sie an unsicheren Stellen das Tempo, statt sich blind auf die übliche Sicherheitsroutine zu verlassen — grundlegende Regeln dazu fasst unser Ratgeber Schneefräse richtig bedienen: Sicherheit zuerst zusammen.
Nach dem Räumen: richtig nachstreuen
Reines mechanisches Räumen entfernt die sichtbare Schneeschicht, beseitigt darunterliegendes Eis aber nicht zuverlässig. Deshalb lohnt sich an bekannten Problemstellen zusätzliches Streuen im Anschluss an das Räumen, um die verbleibende Fläche griffiger zu machen. Welches Streugut sich wofür eignet und welche Umweltaspekte dabei eine Rolle spielen, ordnet unser Ratgeber Streuen: Salz oder Splitt? ein.
Warum sich Glatteis unter Schnee überhaupt bildet
Besonders häufig entsteht diese Konstellation bei Temperaturen, die um den Gefrierpunkt pendeln: Tagsüber angetauter Schnee oder Tauwasser von Dächern und Regenrinnen läuft über eine Fläche und gefriert dort in der Nacht erneut zu einer dünnen, oft kaum sichtbaren Eisschicht. Fällt anschließend neuer Schnee darüber, verbirgt dieser das Eis vollständig, ohne dass von außen ein Unterschied zu erkennen wäre. Wer die Wetterlage der vergangenen Tage im Blick behält, kann solche Stellen zumindest gedanklich vorab einplanen, auch wenn eine hundertprozentige Vorhersage nicht möglich ist.
Warnen Sie zudem Familienmitglieder oder Mitbewohner, wenn Ihnen beim Räumen eine besonders glatte Stelle auffällt, damit nicht die nächste Person unvorbereitet darüber geht. Ein kurzer Hinweis oder eine provisorische Markierung kann hier mehr bewirken als jede nachträgliche Vorsicht.
Wann Sie zusätzlich vorsichtig sein sollten
Neben der eigenen Sicherheit tragen viele Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer auch eine Räum- und Streupflicht gegenüber Dritten auf öffentlichen Gehwegen. Was das grundsätzlich bedeutet und warum die kommunale Satzung dabei die entscheidende Quelle ist, erklärt unser Ratgeber Räumpflicht: Die Grundlagen. Gerade an Stellen mit bekannter Vereisungsgefahr lohnt sich ein zusätzlicher Blick am Morgen, bevor andere Personen die Fläche betreten.
Passendes Streugut für den Ernstfall finden Sie in unserer Kategorie Streuen & Zubehör — so sind Sie vorbereitet, statt erst beim ersten Ausrutschen zu reagieren.